22. April 2012

Vom Nachdenken über Gott (Anselm v. Canterbury)

 Personifikation der Theologie am Denkmal
Karls IV. an der Prager Karlsbrücke


"Consideratio rationalibiter comprehendit incomprehensibile esse. "
Die Betrachtung begreift vernünftigerweise, dass es unbegreiflich ist. 
(Monologion, LXIV)

Kommentare:

Brettenbacher hat gesagt…

Ein Pfeil für den goldenen Köcher.
Danke, Morgenländer!
Ist es nicht so, daß, hören wir >scholastisch<
pejorativ aufgefasst, wir uns jede weitere Auseinandersetzung sparen können ?
Oder, in gelassener Derbheit, Nicolas Gomez Davila: "Um möglichst schnell herauszubekommen,
ob wir es mit einem Dummkopf zu tun haben, bringe man nur gleich das Gespräch auf das Mittelalter" (aus der Gedächtznuß)

Die Betrachtung begreift
Consideratio comprehendit
vernünftigerweise
rationalibiter

Es ist so schön.

Morgenländer hat gesagt…

Das rechte Verständnis des Mittelalters ist wohl das Scheidewasser, das die Nachbeter tradierter Dummheiten von denen trennt, die selbst die Augen aufzumachen wagen.

Übrigens sind Sie nun schon der zweite Kommentator, lieber Brettenbacher, der mich auf Davila hinweist, den ich noch nicht gelesen habe, was ich wohl bald einmal nachholen sollte.

Viele Grüße
Morgenländer

Brettenbacher hat gesagt…

Und dabei hört sich, lieber Morgenländer, der erste Satz Ihrer Antwort ganz so an, als seien Sie beim
Don Nicolas gründlich in die Schule gegangen.

Morgenländer hat gesagt…

Der junge Morgenländer ist bei Kipling ("Puck of Pook's Hill") und Sir Walter Scott zur Schule gegangen, lieber Brettenbacher, alles andere kam dann viel später.